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Im Licht des Evangeliums

 

So kommt Licht ins Dunkel.

Für viele ist der Ursprung des Wortes von den Zeichen der Zeit unbekannt. Christen schlagen in der Bibel nach.

Dort finden sie den Text:

„Sobald ihr im Westen Wolken aufsteigen seht, sagt ihr: Es gibt Regen. Und es kommt so. Und wenn der Südwind weht, dann sagt ihr: Es wird heiß. Und es trifft ein. Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr deuten, warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht deuten? Warum findet ihr nicht schon von selbst das rechte Urteil?“ (Lk 12,54 ff.)

Der Vorwurf Jesu richtet sich an die, die ihn, Jesus Christus selbst, nicht als das herausragende Zeichen der Zeit erkennen.

Gläubige Menschen gehen davon aus, dass Gott mit den Ereignissen der Geschichte und jedes Menschenlebens bis zum heutigen Tag „Zeichen der Zeit“ schenkt. Diese bedeutsamen Ereignisse sind in sich wertvoll und wichtig und sollen mit klarem Verstand analysiert und beantwortet werden. Doch beinhalten sie, so das gläubige Verständnis, zugleich eine Botschaft und einen Anruf Gottes an die Menschen.

Nach dieser Botschaft und diesem Anruf Gottes zu forschen, ist die ständige Aufgabe jedes Einzelnen, der Gemeinden, der Kirche. Das formuliert das Zweite Vatikanische Konzil im Text über die Kirche in der Welt von heute „Gaudium et spes“ Nr. 4 so:

„Zur Erfüllung dieses ihres Auftrags obliegt der Kirche allzeit die Pflicht, nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten. So kann sie dann in einer jeweils einer Generation angemessenen Weise auf die bleibenden Fragen der Menschen nach dem Sinn des gegenwärtigen und des zukünftigen Lebens und nach dem Verhältnis beider zueinander Antwort geben. Es gilt also, die Welt, in der wir leben, ihre Erwartungen, Bestrebungen und ihren oft dramatischen Charakter zu erfassen und zu verstehen.“

Die Kirche soll aber ihre gewonnenen und oft nur erahnten Einsichten und Deutungen nicht für sich behalten, sondern lebendig und effektiv in alle Bereiche der Gesellschaft einbringen.

 

„basis“ versteht sich als ein Beitrag, diese bleibende Aufgabe zu erfüllen.

Foto: © Zacarias da Mata, fotolia.de