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Editorial basis 11.2016

Editorial basis 11.2016

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Unser Bild von Gott wird im Laufe unserer Lebensgeschichte beeinflusst durch viel Menschen und Ereignisse. Viele von uns werden wohl sagen, dass ihr Glaube an Gott wesentlich von den Eltern geprägt wurde. Wie zu Hause über Gott und die Welt gesprochen wurde und ob Gott mit dieser Welt etwas zu tun hatte, beflügelte die Fantasie. Bilder von Gott, Zeichen und Symbole für seine Gegenwart prägten sich ein. Für Christen ist das Gottesbild Jesu Christi entscheidend: Er hat gelehrt und gezeigt, wie Gott zu uns Menschen steht.

Widersprüchliche Bilder

Gegenwärtig erleben wir, dass in unserer Gesellschaft nicht wenige Menschen den christlichen Gott aus ihrem Leben entlassen. Der Glaube an ihn scheint zu verdunsten. Zugleich aber drängen sich andere Bilder von Gott nach vorne. Es gibt Menschen, die im Namen Gottes Gewalt und Terror über andere ausüben und alle, die nicht gleicher Meinung sind, ermorden. Darum werden Vermutungen laut, dass der Monotheismus zu Gewalt und zum Willen zur Macht verführe.

Weiter kommen auf verschiedenen Wegen neue oder ganz alte Heilswege in den Blick. Buddhistische Gemeinden finden sich verstärkt in der gesamten westlichen Welt. Freie Glaubenszusammenschlüsse ermöglichen Menschen einen Religionsmix, der sich aus vielen Quellen speist.

Nicht zu übersehen ist, dass Menschen mit großem Einsatz, manchmal bis zur Selbstaufgabe, sich für Andere und Anderes einsetzen. Man spricht von Religionsäquivalenten, also von Lebenswelten, für die sich Menschen hochemotional und mit riesigem Engagement wie für eine Religion einsetzen. Das kann der Einsatz für eine Idee, eine Initiative, aber auch für den Fußballverein, der Identität vermittelt, oder auch ganz einfach die Sorge um die eigene Familie sein.

Persönliche Prägung des Gottesbildes

Immer aber werden die Bilder von Gott und von dem, was an die Stelle Gottes getreten ist, gezeichnet durch ganz persönliche Erfahrungen. Und da jeder einzelne Mensch einmalige Erfahrungen macht, wird jeder Mensch auch sein ganz persönliches Gottesbild entwickeln. So geschieht es, dass Hunderte von Menschen im Gottesdienst dieselbe Predigt hören und sich dennoch jeweils von den Aussagen betroffen fühlen, die etwas in ihnen anrühren. Und selbst in einer von Glauben geprägten Familie hat jedes Mitglied eine eigene Stellung, macht darum unterschiedliche Erfahrungen – und glaubt darum anders.

So werden Christen in ihrem Glauben vieles gemeinsam haben, aber jeder wird zu Recht von „meinem Gott“ sprechen. Denn jeder Glaubensweg ist einmalig, individuell und darum mit Wertschätzung anzuschauen.

Viele Bilder anschauen

Diese Ausgabe von basis schaut das Bild von Gott in vielen Facetten an, bestaunt Hilfreiches, lässt aber auch die dunklen Seiten zu. So kommen die Freude an Gott genauso zur Sprache wie die immer bedrängende Frage, warum Gott Menschen leiden lässt.

Ferner berichten Einzelpersonen, wie ihr ganz persönliches Gottesbild aussieht, wie es entstanden und gereift ist. Sie wollen anregen, selbst darüber nachzudenken: Wer bist du, Gott, für mich?

Mit dieser Ausgabe beteiligt sich basis zugleich an einer Aktion des deutschen Katholischen Medienverbandes, der im Monat November genau diese Frage in den Mittelpunkt rückt.

Im Namen der gesamten basis-Redaktion wünsche ich Ihnen eine hilfreiche Lektüre und ein Weiterdenken an jener Frage, die sich Menschen schon immer stellten und weiter stellen werden. …

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