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Editorial basis 11.2018

Editorial basis 11.2018

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Liebe Leserin, lieber Leser!

„Oh, wie schön ist Panama“ – wer kennt sie nicht, die Geschichte vom kleinen Tiger und dem kleinen Bären? Auf einer leeren Holzkiste haben die beiden das verheißungsvolle Wort „Panama“ entdeckt und machen sich auf, in diesem Traumland ihr großes Glück zu finden. Eigentlich sind sie in ihrem Häuschen in der Nähe eines Flusses ganz zufrieden. Doch da muss es wohl noch mehr im Leben geben. Nach vielen Umwegen landen sie schließlich wieder in ihrem ursprünglichen Zuhause, das sie zunächst nicht wiedererkennen, weil sich so vieles verändert hat. Sie reparieren ihr Haus und sind glücklich, nun im Land ihrer Träume froh leben zu können. Diese Bildergeschichte von Hort Eckert alias Janosch (geb. 1931) ist in den Herzen der Kinder und deren Eltern angekommen. Sie bekam den Deutschen Jugendbuchpreis 1979 sowie den Prix Jeunesse International Munich 1980 und wurde als Zeichentrickfilm auf die Leinwand gebracht. Die Frankfurter Rundschau kommentierte: „Jeder lebte schon immer im Paradies, hat es nur nicht gewusst.“

Es geht nicht nur um das äußere Zuhause 

Im eigenen Haus zu Hause sein. Das meint nicht nur, mit den eigenen vier Wänden zufrieden zu sein. In einem übertragenen Sinn ist auch gemeint, sich bei der Suche nach dem Glück des Lebens auf das zu besinnen, was dem jeweils eigenen Herzen des Menschen gegeben und geschenkt ist. Denn das Glück und die Zufriedenheit müssen im eigenen Herzen entdeckt und geboren werden.Sicher braucht man die Suche nach dem eigenen Ich nicht alleine zu schaffen. Die Weisheit des Janosch-Buches lehrt: „Wenn man einen Freund hat, braucht man sich vor nichts zu fürchten.“ Ja, jeder braucht ein Du, mit dessen Hilfe er wachsen und reifen und das Glück finden kann. Dieses Du hilft, besser in die Mitte des eigenen Lebens und der eigenen Sehnsucht zu schauen.

Das Bild des Glücks

Als religiöse Menschen glauben wir, dass Gott in das Haus unseres Lebens, in uns selbst, ein Bild hineingeschaffen hat, das die beste Version unseres Ichs darstellt. Darum ist das Leben eine unruhige und manchmal anstrengende Suche nach diesem Bild. Innere Unzufriedenheit und Unruhe sind Anzeichen dafür, dass wir dieses Bild noch nicht gefunden haben oder es noch nicht haben groß werden lassen, damit es unser Leben überstrahlen kann.
Das bekannte Wort des heiligen Augustinus „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Gott!“ weist darauf hin, dass wir mit unserer Suche nach der besten Version des Ichs in diesem Leben nicht an ein Ende kommen werden. Gott wird letztlich die Vollendung schenken.

Das eigene Ich entdecken

Doch der Schritt, den jede und jeder schaffen kann, ist, sich aufzumachen, sich auf diese Suche zu begeben, nicht locker zu lassen, mit dem Leben und dem eigenen Selbst zu ringen, um das von Gott geschenkte Bild wie bei der Zusammensetzung eines Mosaiks immer deutlicher zu erkennen. Wer kennt nicht das Glücksgefühl, das in uns aufblüht, wenn wir einen wichtigen Aspekt unseres Lebens erkannt haben, einen guten Lebensschritt gegangen sind oder eine gute Erfahrung mit uns selbst gemacht haben, die uns frohen Herzens sagen lässt: „Ja, das bin ich!“
Diese basis-Ausgabe gibt Anregungen für diese Suche und will ermutigen, Schritte in das eigene Innere zu gehen – in der Hoffnung und dem Glauben, auf dem tiefsten Grund Gott als das Lebensglück zu entdecken.
Das ganze Redaktionsteam, zu dem am 1. September auch Ulrich Emge gestoßen ist, wünscht in dieser Jahreszeit, in der es draußen immer dunkler wird, eine erhellende Lektüre!

Ihr

Hubertus Brantzen

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