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Editorial basis 03.2018

Editorial basis 03.2018

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Liebe Leserin, lieber Leser!

Die Fastenzeit als Zeit der Vorbereitung auf das Osterfest ist in vollem Gange. Wir sind eingeladen, die Zeit für eine Revision unseres Lebens, zur Umkehr und zu Neuanfängen zu nutzen. Und das darf uns durchaus auch etwas abverlangen.
Für viele in unserer Gesellschaft steht diese Zeit unter der Perspektive des Verzichtes auf gutes Essen, auf Alkohol oder Zigaretten. Es ist die Zeit, den Winterspeck loszuwerden und sich körperlich fit zu machen, damit man gestärkt auf das Frühjahr und den Sommer zugehen kann.
Das darf natürlich alles auch sein. Doch ist das noch nicht der Sinn des christlichen Fastens. „Umkehr“, wie sie uns immer wieder in der Fastenzeit verkündet wird, ist mehr. Am Aschermittwoch wurde uns mit dem Hinweis auf die Endlichkeit unseres Lebens der volle Ernst auf die Stirn gezeichnet. Wir sollen uns in dieser Zeit wieder darauf besinnen, was wirklich wichtig in unserem Leben ist. Nicht erst eine schwere Krankheit oder ein Todesfall in der Familie sollen uns auf die Prioritäten unseres Lebens stoßen. Vielmehr möchte die Fastenzeit – jedes Jahr neu und in einer guten Routine – uns die Frage stellen: Was ist Sinn und Ziel deines Lebens?
Um diese Frage ernsthaft stellen zu können, bedürfen wir einer äußeren und mehr noch einer inneren Freiheit. Diese Freiheit können wir nur dann erreichen, wenn wir weniger Wichtiges einmal bewusst weglassen und auf Unnötiges verzichten.
Um genau diese Freiheit geht es in diesem Heft der basis. Wie ist eine solche Freiheit möglich? Oder sind wir doch nur Lebewesen, die nach einem in der Evolution entstandenen Programm, das sich bewährt hat, funktionieren? Verschiedene Aspekte der Freiheit, aber ehrlicherweise auch Erfahrungen heutiger Unfreiheit werden zur Sprache kommen. Wir sind eingeladen, diese Fastenzeit zu einer Zeit der Einübung in die Freiheit zu machen.
Seit vermehrt Muslime in unserem Land leben, werden wir jedes Jahr mit deren Fastenmonat Ramadan konfrontiert. Laut Koran müssen die Muslime tagsüber auf den Verzehr „irdischer Substanzen“, von Speisen und Getränken, auf Rauchen und Geschlechtsverkehr verzichten. Am Ende steht das Fest des Fastenbrechens. Seit Jahren werden wir in den Nachrichtensendungen darüber informiert. Für uns Christen mag das wie ein Spiegel wirken, der uns vorgehalten wird: Wie ernst nehmt ihr es mit eurer Fastenzeit?
Lassen wir uns faszinieren von Bildern der Freiheit, von der Möglichkeit, während dieser Fastenzeit Schritte in die Freiheit der Kinder Gottes (Röm 8,21) zu gehen. Dazu wünsche ich Ihnen im Namen des Redaktionsteam eine gute Zeit!

Hubertus Brantzen

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