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Editorial basis 09.2017

Editorial basis 09.2017

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Liebe Leserin, lieber Leser!

Im Monat September wird wohl das wichtigste politische Ereignis in Deutschland die Bundestagswahl sein. Wieder einmal entscheidet sich – in der dramatischen Sprache des Wahlkampfes gesprochen –, ob mit der Abwahl der bisherigen Regierung endlich die Wende und politische Erneuerung des Landes gelingt, oder ob – so die andere Seite – das linke Chaos verhindert werden kann und Wohlstand und Sicherheit für alle weiter gewährleistet sind.

Wahlkampf

Das Wahlkampfgetöse geht zu Ende. Man hat sich gegenseitig nichts geschenkt. Was die politische Kultur angeht, könnten man fragen: Warum sind eigentlich jeweils die politischen Gegner grundsätzlich immer im Unrecht? Warum scheut man sich nicht, die Leitfiguren des Gegners als Menschen mit mangelndem Urteilsvermögen oder gar als Halbhirne dazustellen? Muss dieses Theater wirklich vor jeder Wahl stattfinden? Nach der Wahl werden dann Koalitionen geschlossen, in denen zunächst Wunden geleckt werden, oder es muss wenigstens so getan werden, als sei „alles gut“.

Gereizte Gesellschaft

basis hat den ganzen Vorgang der Vorbereitung und Durchführung der Wahl unter den Titel „Gereizte Gesellschaft“ gestellt, da die fühl- und erlebbare Gereiztheit zurzeit in unserer Gesellschaft allgegenwärtig ist. Diese Gereiztheit beginnt im persönlichen Bereich mit dem Dauerstress, unter den sich permanent vornübergebeugte Smartphone-Benutzer stellen. Das geht weiter mit der problematischen Nutzung der Sozialen Medien und der Nutzung digitaler Helfer im Alltag. Schülerinnen und Schüler sind gereizt, weil sie und ihre Lehrer fortdauernd sich an der europäischen Pisa-Messlatte einschätzen lassen müssen. Dazu kommen die dauernd drohenden und unberechenbaren Terrorakte, die sich wie ein Dunstschleier immer wieder über die Gemüter legen. Und jetzt auch noch der Wahlkampf und schließlich die Wahl.

Ein Puzzle vor der Wahl

In den Beiträgen dieses Heftes werden einige Mosaiksteine vorgelegt, die zum Puzzle der „gereizten Gesellschaft“ gehören. Politiker/innen kommen zu Wort. Hinweise für die Einschätzung unserer politischen Landschaft werden gegeben. In einem Interviews spricht ein Jugendlicher aus, wie er die Lage in unserem Land einschätzt.
Über den Tellerrand unseres politischen Systems hinausblickend wird auch die Frage angeschnitten, wie sich Christen zu einem Staat stellen, der Verhaltensweisen von seinen Bürgern fordert, die christlichen Vorstellungen widersprechen. Konkret wird diese Perspektive an der Gestalt von Pater Franz Reinisch angesprochen.
Wenn Sie das ganze Heft gelesen haben, was wir natürlich als Redaktion den verehrten Leserinnen und Lesern nur wünschen können, wird nicht festgelegt sein, an welche Stelle Sie am Wahltag Ihr Kreuzchen einzeichnen werden. Doch ist vielleicht der eine oder andere Aspekt des politischen Zusammenlebens aus christlicher Perspektive deutlicher geworden.

Das jedenfalls wünsche ich Ihnen im Namen des gesamten Redaktionsteams!

Hubertus Brantzen

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