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Editorial basis 07.2017

Editorial basis 07.2017

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„Aussteigen“ passt zu Ferien und Urlaub, zu der für viele schönsten Zeit des Jahres. Einfach weg von den Alltagssorgen, weg vom Stress in Beruf, Schule, Familie. Wie Umfragen zeigen, gestaltet man in unseren Breiten diese Zeit sehr unterschiedlich. Etwa ein Drittel verbringt seinen Urlaub auf „Balkonien“ und bleibt zu Hause. Ein Drittel verlässt die gewohnte Umgebung und macht einen einfachen Urlaub, etwa auf einem Zeltplatz oder beim Radwandern. Ein weiteres Drittel lässt sich von den unzähligen Urlaubs-prospekten inspirieren und bucht einen Urlaub im In- oder Ausland.

Weiter findet ein „Aussteigen“ bei vielen, vielleicht sogar bei allen Menschen in deren Tag- und Nachtträumen statt. Besonders dann, wenn wir die Nase voll haben und viele uns so richtig quer kommen, dann würden wir am liebsten aus dieser Lebenssituation aussteigen. „Ich will da raus!“ ist dann ein innerer Impuls, den wir in verschiedenen Varianten heimlich, manchmal sogar unbewusst, mit viel Phantasie durchspielen. Meist bleibt dann doch alles beim Alten. Doch alleine die Möglichkeit, sich in Gedanken auf eine herrliche Lichtung mitten in einem dunklen Wald, weit weg von hier, zu beamen, kann schon entlasten.

„Aussteigen“ kann auch etwas anderes bedeuten: altbekannte Lebenspfade wirklich zu verlassen, um seinem Leben eine neue Ausrichtung, ein neues Profil zu geben. Dieses Aussteigen lässt sich aber nicht in einem Reisebüro oder auf einem Reiseportal im Internet buchen. Es ist vielmehr ein innerer Vorgang im Herzen eines Menschen, der in der Regel nicht von heute auf morgen eintritt. Dieser Vorgang hat meist eine lange Geschichte, einen Vorlauf über Monate und Jahre. Am Ende einer solchen Entwicklung kann das stehen, was wir mit „Berufung“ bezeichnen.

Die Sommer- und Urlaubszeit gibt uns die Möglichkeit, in Ruhe unser Leben und den zurückliegenden, einjährigen Ausschnitt dieses Lebens Revue passieren zu lassen, zu bedenken und zu fragen: Ist es so gut, mein Leben, wie ich es lebe?

Manchmal ist der indirekte Weg dieses Nachdenkens sehr anregend, etwa indem ich mich zum Beispiel mit Aussteigern und deren Entwicklung beschäftige. Das können historische Persönlichkeiten sein, von denen es spannende Romane gibt. Das können lebende imponierende Personen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft sein, die ihre Memoiren veröffentlich haben. Oder es können auch besondere spirituelle Menschen und Heilige sein, die auf eigene Weise eine Resonanz bei mir auslösen.

Die Sommer- und Urlaubszeit-basis in diesem Jahr bietet solche Aussteiger-Geschichten an. Es geht hauptsächlich um Kirchen-Menschen, die einen besonderen Lebensweg gegangen sind und uns unausgesprochen fragen: Wie steht es mit dir? Wie wäre es, wenn du dich wieder einmal mit deiner eigenen Geschichte und deiner besonderen Berufung beschäftigst?

Im Namen des ganzen Redaktionsteams wünsche ich Ihnen, sich auf diese Fragen einzulassen, um dann angeregt, neu gestärkt und vielleicht an der einen oder anderen Stelle ein wenig nachdenklich wieder aus den Ferien in den Alltag zu gehen.

Hubertus Brantzen

Hubertus Brantzen

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