Glaube und Klimaschutz

Glaube und Klimaschutz

Warum Ordensfrauen aufstehen für Klimagerechtigkeit

von Beate Krug

Es gibt wenige Menschen, die „Fridays for Future“ nicht kennen. Auch „Parents for Future“ und „Scientists for Future“ sind nicht unbekannt. Doch haben Sie schon von „Churches for Future“ gehört? Diese Gruppe gründete sich 2019, um sich mit den streikenden Schülerinnen und Schülern zu solidarisieren und deren Anliegen zu unterstützen, denn es geht um nicht weniger als um eine lebenswerte Zukunft für diejenigen, die heute jung oder noch nicht geboren sind. „Churches for Future“ ist ein Zusammenschluss kirchlicher Gemeinden und Organisationen verschiedener Konfessionen unter dem Dach des Ökumenischen Netzwerks Eine Erde. Neben der Solidarisierung mit denen, die sich für Klimagerechtigkeit einsetzen, ist ein ebenso wichtiges Ziel die Auseinandersetzung mit dem Thema innerhalb der eigenen Organisation.

Konkreter Einsatz für Klimaschutz und Schöpfung

Wir Oberzeller Franziskanerinnen haben uns „Churches for Future“ angeschlossen, weil uns als Gemeinschaft der Einsatz für Klimagerechtigkeit wichtig ist. Uns Menschen wurde das Hüten der Schöpfung von Gott als Auftrag anvertraut (Gen 2,15), weshalb die Verantwortung für die Schöpfung und eine lebenswerte Zukunft für Christ:innen selbstverständlich sein sollte.

Unsere Gemeinschaft hat sich bereits 2017 Schöpfungsleitlinien gegeben. Diese stellen den Rahmen für unser Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und Verantwortung für die Schöpfung dar. Darin verpflichten wir uns zum Beispiel, nachhaltig mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umzugehen und beim Einkauf auf ökologisch-ethische Kriterien zu achten. Konkret setzen wir dies um, indem wir Photovoltaikanlagen auf Dächern auf unserem Klostergelände in Deutschland wie auch in Südafrika installiert haben und so erneuerbaren Strom erzeugen. Unseren Kaffee sowie die Knabbereien in unserem Tagungshaus beziehen wir aus fair gehandelten und biologischen Quellen. Darüber hinaus achten wir darauf, mit regionalen Partner:innen zusammenzuarbeiten. Es ist uns wichtig und es ist es uns wert, dafür mehr Geld zu investieren, denn das spiegelt den eigentlichen, fairen Preis wider und gewährleistet, dass Kleinbauern und -bäuerinnen gerecht bezahlt werden. Auf unserem großen Klostergelände fördern wir die Artenvielfalt, indem wir ab und zu mal etwas stehenlassen als Oasen für Insekten und kleine Säugetiere.

Ein weiterer wesentlicher Punkt für uns ist die Bewusstseinsbildung innerhalb der Gemeinschaft und nach außen. Wir bieten Studientage an, zum Beispiel zum Thema Plastikvermeidung, nachhaltige Entwicklungsziele oder Biodiversität. Manche Veranstaltungen zielen darauf ab, mit der Schöpfung in Kontakt zu kommen oder Wissen zum Klimaschutz zu vermitteln. Das tun wir zunehmend mit Gleichgesinnten, so z. B. mit den „Omas for Future“ bei einem „Spaziergang durch die Erdgeschichte“.

 

Einzelausgabe kaufen für 3,80 € (Post) oder im Shop als PDF oder abonnieren (Formular)

 

Beate Krug

Oberzeller Franziskanerin, Diplom-Umweltingenieurin und Nachhaltigkeitsbeauftragte ihres Ordens.

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Beitragsfoto: © Kloster Oberzell

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