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Gedanken über das Hören

Gedanken über das Hören

Unsere klassischen fünf Sinne

von Stanislaus Klemm

„Wer Ohren hat, zu hören, der soll auch hören!“ Mt 11,15 

Unser Hörvorgang ist ein wahres Kunstwerk, zusammengefügt aus vielen grandiosen Kunststückchen der Natur, eine ständige und mannigfaltige Umwandlung von Schallwellen in mechanische Schwingungen, in Flüssigkeitswellen und dann in elektrische Wellen, die gewissermaßen am Strand unseres Gehirns ihr kostbares Strandgut abladen, eine Komposition aus elektrischen Daten: Frequenzen und Amplituden, die sich aber auf wunderbare Weise „anhören“ als Töne, Sprache, Melodien, Rhythmus und Geräusche. Wir können dabei nicht nur Altes und Neues hören, sondern auch Altes wieder ganz neu. 

Schon im Mutterleib hören wir

Bevor wir sehen können, erfahren wir bereits im Schoß unserer Mütter dieses Geschenk des Hörens. Wir hören ihre Stimme und ihre Stimmungen. Hören vereint, macht Mut, schenkt Verständnis und gibt Hilfe und Ruhe. Im Unterschied zu unseren Augen, die nur in eine Richtung etwas erkennen können, empfangen unsere Ohren alle Wahrnehmungsreize vor uns, hinter uns, neben uns, unter uns und sogar in uns. 

Wir können im aufmerksamen Zuhören spüren, wie es jemandem geht, was er empfindet, was er sich wünscht und was ihn ängstigt. Dabei sollten wir immer ganz Ohr sein, damit wir das, was wir hören, auch gut verstehen können. …

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Stanislaus Klemm

Diplom-Psychologe und -Theologe Er war Mitarbeiter in der ökumenischen Telefonseelsorge Saar sowie in der Lebensberatung des Bistums Trier in Neunkirchen.

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