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Der Eremit

Der Eremit 

Allein und doch nicht einsam

von Magdalena Heggin

Im südlichen Teil der Schweiz, nördlich von Lugano, dort, wo man auf die Berge „Denti della Vecchia“, auf die „Zähne der Alten“ sieht, befindet sich dos kleine Dorf Roveredo. Ein winziger Kern und ein paar Häuser, die oben am Hang kleben. Dort irgendwo im Wald, ein schmiedeeisernes Tor mit einem Holzschild – „Eremo St. Croce (der Einsiedler vom Heiligen Kreuz). Bitte drei Mal klingeln und dann warten.“

Nach einem angespannten Moment der Stille raschelt der Wald und eine hochgewachsene, graubärtige Gestalt im schwarzen Mönchsgewand erscheint am Tor. Pater Gabriel lässt seine Besucher herein und verwandelt den Ort der Einsamkeit in einen Ort der Begegnung.

Ausstieg als Rückkehr zum Ursprung

Für Pater Gabriel Bunge ist Aussteigen (obwohl er ja selber nie so ein Modewort benutzen würde) vor allem eine Rückkehr zum Ursprung. In der Tat ist er keiner, der sich den Modetrends der Zeit unterwirft (obwohl er sich doch auch wie ein ganz gewöhnlicher Mensch über den Telefonanbieter ärgern kann), sondern er ist einer, der stets versucht, im Blickwinkel der Ewigkeit zu leben. Seine Faszination für den Anfang hat nichts mit einem historischen Interesse zu tun. Den Ursprung müsse man kennen, um in der Gegenwart bestehen zu können. Die Nachfolge Christi, wenn man sie ganz ernst nimmt, bedeute immer, dass man aussteigen muss. …

Magdalena Heggin

Buchhändlerin, Redakteurin vom Melchior Magazin. Sie hat Schriften von P. Gabriel Bunge als ergiebigen Lektüreschatz für sich entdeckt.

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Foto: © Thomas Reimer | stock.adobe.com