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Let‘s stay home

Junge Frau sitzt fröhlich in Ihrem Wohnzimmer

Let‘s stay home

von Monika Arndt

Als wir vor einiger Zeit ein Kissen mit diesem Aufdruck kauften, sprach uns das voll aus dem Herzen: Einfach mal zu Hause bleiben. Hinter uns lagen Jahre, in denen wir viel unterwegs waren. Während mein Mann in der Woche von einem Seminarort zum nächsten fuhr, reihte sich oft auch an den Wochenenden ein Termin an den anderen. Stunden auf der Autobahn, kaum Zeit, den Garten zu genießen, Freunde einzuladen, einfach da zu sein. Let’s stay home!

My home is my castle. Sir Edward Coke 

Dann kam Corona. Und alles wurde anders. Aus der Sehnsucht wurde eine Anordnung, ein Gebot. Wir wollten und durften nicht nur, wir mussten zu Hause bleiben. Es gab wohl zuvor keine Zeit, in der wir so intensiv erlebt haben, was es heißt, ein Zuhause zu haben. Ein Zuhause, das Platz genug bietet, zum Leben, zum Arbeiten, zum Entspannen, das sogar einen Garten hat – was für ein Geschenk! Doch was macht ein Haus, eine Wohnung eigentlich zu einem Zuhause? Wodurch werden einfache vier Wände zu Lebensräumen, in denen wir uns aufgehoben und wohlfühlen? Wie Streiflichter einige Gedanken – eine Art „Hohelied auf das Zuhause“.

Zuhause ist – wo mein Bett steht.

Auf der Suche nach Antworten fragte ich unseren 27-jährigen Sohn, der mit uns im Haus wohnt: Was bedeutet das für dich – Zuhause? „Mein Bett“, antwortete er spontan. Ich schaute ihn fragend an. „Ja“, erklärte er. „Hier fühl ich mich sicher, geschützt, nur dann kann ich gut schlafen. Hier kenn ich mich aus. Hier weiß ich, wie alles ist.“ Beim Nachdenken über seine Antwort wurde mir bewusst, dass er etwas Wesentliches zum Ausdruck gebracht hatte: Immerhin schläft der durchschnittliche Deutsche – bei einer zugrunde gelegten Lebenserwartung von 80 Jahren – 24 Jahre und 4 Monate! (P.M. Magazin 03.01. 2014) Etwa ein Drittel meines Lebens verbringe ich also im Bett, und wo mein Bett steht, da bin ich zuhause. Da kann ich zur Ruhe kommen, mich geborgen fühlen, Aufgaben und Sorgen des Tages loslassen, schlafend Kraft schöpfen – die Basis schaffen für körperliche und seelische Gesundheit, für gelingendes Leben. 

 

Monika Arndt

Dipl. Sprachenlehrerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie in eigener Praxis, Stress- und Burnout-Prävention, verheiratet, drei erwachsene Kinder, Mitglied im Institut der Schönstattfamilien.

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Foto: © hailey_copter · stock.adobe.com

 

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