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Siehe, ich mache etwas Neues … Siehst Du es denn nicht? 

Siehe, ich mache etwas Neues … Siehst Du es denn nicht? 

von Christof Hemberger

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich in unserer kleinen Gebetsecke saß, ganz normal im alltäglichen Gebet. Ein wenig Dank, ein wenig Fürbitte, ein wenig Stille … Und plötzlich war es, wie wenn Gott in meinem Herz anklopfen würde: „Du, ich hab Dir was zu sagen! Hast Du Zeit?“ Diese Frage klang ein wenig lächerlich – immerhin war ich ja gerade am Beten. Natürlich habe ich Zeit! In der darauffolgenden halben Stunde sprach Gott zu mir. Ganz deutlich und klar. Keine hörbare Stimme. Es war eine Stimme im Herzen – ein inneres Verstehen ohne Worte. Und doch waren es Gottes Worte, die mich tief in meinem Inneren angesprochen, ermutigt und überzeugt haben: „Christof – ich kenne Dich. Und ich kenne Deinen Weg. Es ist Zeit für einen neuen Abschnitt. Vertraust Du mir?“ 

Die Frage nach meiner Bereitschaft

Wenn Gott die „Vertraust Du mir“-Frage stellt, dann habe ich gelernt, dass es nicht einfach nur um irgendwelche kleinen Dinge geht. Dann geht es ums Eingemachte, dann ist es ihm ernst. Hinter der „Vertraust Du mir“-Frage steckt die Frage nach meiner Bereitschaft zur Hingabe und nach meinem Gottesbild. Darf Gott in mein Leben hineinsprechen und mich so führen, wie er möchte? Wie habe ich Gott bisher in meinem Leben erlebt? Wie stelle ich mir Gott vor? Ist es ein positives Gottesbild? Oder haben sich da negative Gedanken und Übertragungen hineingeschlichen? Es fällt so leicht, schnell zu antworten: „Ja Herr, ich vertraue Dir!“ – und wie schnell habe ich dann doch wieder angefangen, mich in (die vermeintliche) Sicherheit zu bringen und meine eigene Suppe zu kochen … meist aus dem ganz schlichten Grund, dass ich in der Hitze des Gefechtes (Alltag) doch fand, dass ich mich schnell in Sicherheit bringen muss und halt meinen eigenen Entscheidungen am liebsten folge. Es fällt so schwer, einfach einem anderen blind zu folgen, zumal der dann oft nicht das ganze Bild, sondern immer nur den nächsten Schritt aufzeigt. 

„Christof – vertraust Du mir?“ – Als ich damals in meiner Gebetszeit über diese Frage nachdachte, fiel mir plötzlich ein Vers aus dem Alten Testament ein. Er war einfach da in meinen Gedanken: „Siehe, ich mache etwas Neues, schon ist es zu erkennen. Siehst Du es denn nicht…?“ (Jesaja 43, 19) Es war, wie wenn Gott mich ansprechen würde: „Du, ich hab was vor und möchte Dich da dabei haben. Ich brauche Dich. Bist Du bereit, Dich auf etwas Neues einzulassen? Schau mal …“  Vor meinen Augen entstand eine Idee, eine Vision, ein ganz neues Bild für die Zukunft der geistlichen Bewegung, für die ich damals tätig war und heute noch bin. 

 

Christof Hemberger

Ständiger Diakon, lebt mit seiner Familie in Ravensburg, Referent für die Charismatische Erneuerung in der Katholischen Kirche Deutschlands (CE), Vizepräsident der Internationalen CE.

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Foto: © sculpies | stock.adobe.com

 

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