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Um Gottes Willen: bei den Menschen sein Zeugen bleiben

Zum Motto des Katholikentages in Leipzig

von Stefan Vesper

In den Kartagen haben wir ihn wieder gehört, den Satz, der das Leitwort des 100. Deutschen Katholikentags in Leipzig ist: „Seht, da ist der Mensch!“ Pilatus sagt ihn – und er deutet dabei auf Christus. Unser Leitwort verbindet also das Nachdenken über den Menschen mit dem Nachdenken über Gott. Bevor ich aber mehr zum Leitwort sage, möchte ich eine kleine Geschichte erzählen, eine Begebenheit, die ich wirklich erlebt habe.

Eine wahre Geschichte

Vor einigen Jahren fuhr ich auf der Autobahn von Bad Honnef nach Bonn. Da hatte jemand ein großes Betttuch bemalt und an einer Brücke über das Geländer gespannt. Auf dem Betttuch stand: „Christian, ich will!“  Ich freute mich über die Liebe, die sich da mitteilte, diese große Liebe, die nicht anders kann, als sich in die Welt hinauszurufen, diese ganzmenschliche Annahme des Partners, und das große Glück dieses Christian.
Während ich all dies dachte, war ich schon ein Stück weitergefahren. Da kam wieder eine Brücke, und am Geländer hing wieder ein Betttuch, von gleicher Machart wie das vorherige, und da stand: „dich nicht!!“ Sie können sich meinen Ärger vorstellen, als ich das las: Diese Niedertracht dem Christian gegenüber, der sie doch so sehr liebt! Welches Zerwürfnis tat sich hier auf. Und wir alle sind Zeugen.

Stefan Vesper

Dr. phil., geb. 1956, seit 1999 Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).

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Foto: © Chatchai · fotolia.de

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