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Und Gott reute es

Und Gott reute es | Kann sich Gott irren?

von Bernd Biberger

„Und Gott reute es.“ Immer wieder finden wir diesen Satz in der Heiligen Schrift. Kann Gott Reue empfinden? Reue verspüren wir, wenn wir unser Tun im Nachhinein als schuldbeladen oder als falsch erkannt haben und es deshalb missbilligen. Reue zeigt: Ich bin mir bewusst, dass das, was ich getan habe, nicht richtig war. Wenn es Gott also reut, hat er sich dann geirrt?
In keiner der Bibelstellen, die von der Reue Gottes sprechen, soll ausgesagt werden, dass Gott Schuld auf sich geladen hat. Gott ist vollkommen und damit ohne Schuld. Die Reue, von der gesprochen wird, hat also niemals ein etwaiges schuldbeladenes Handeln Gottes im Blick. In den überwiegenden Fällen bezieht sich die Reue Gottes auch nicht auf sein Handeln in der Vergangenheit, sondern auf eine zwar beabsichtigte, aber noch nicht vollzogene Tat in der Zukunft. Wegen seiner Reue verzichtet Gott, die angekündigte Tat zu vollziehen. Jedes Mal handelt es sich dabei um das Gericht. …

Bernd Biberger

Dr. theol., PD Dr. theol, Privatdozent Altes Testament Bonn, Generaldirektor der Schönstätter Marienschwestern, Mitglied des Schönstatt-Instituts Diözesanpriester.

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Foto: © frankie‘s · fotolia.de

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